Tradition und Moderne:

Einsatz von SolidWorks und SPI SheetMetalWorks
bei nibbelpeter Fette, Peter & Co OHG


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»Ich finde es immer wieder
erstaunlich, wie einfach und intuitiv man
mit SolidWorks arbeiten kann.«

Torsten Hinz,
Konstrukteur bei Nibbelpeter

Fallbeispiel als PDF
"Seehafenstraße" und "Dampfschiffsweg" heißen die Straßen in der Umgebung. Hier, in der Harburger Schlossstraße 19, kann man die Elbe schnuppern und - wenn man ein wenig lauscht - die Schiffe tuten hören. Darum darf man ihn wohl auch getrost als "Hamburger Jung" bezeichnen: Torsten Hinz ist Konstrukteur bei der in Hamburg-
Harburg firmierenden, traditionsreichen "nibbelpeter, Fette, Peter & Co. oHG", einer Firma, die nun seit vielen Jahren auf moderne Blechbearbeitung spezialisiert ist.


Ausgangslage:
Torsten Hinz kam 2002 zu nibbelpeter. Die Geschäftsleitung denkt weltoffen und modern, die Ansprüche der Kunden steigen. Also wurde der Konstrukteur unter anderem gleich mit der Aufgabe betraut, ein neues 3D CAD System einzuführen. Das in Harburg ansässige Unternehmen ist aus einer Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Klempnerei hervorgegangen und wird seit 1913 im Familienbesitz geführt. Gute 100 Jahre später hat nibbelpeter sich in einen modernen Blechbearbeitungszulieferbetrieb gewandelt. Mit seinen knapp 30 Mitarbeitern sorgt der Betrieb jetzt dafür, dass auf modernen, CNC-gesteuerten Blechbearbeitungszentren präzise Blechteile entstehen, damit die Qualitätsanforderungen seiner unterschiedlichen Kunden erfüllt werden. Diese Kunden kommen aus den Bereichen Anlagenbau, Apparatebau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Lebensmitteltechnik, Medizin - und Umwelttechnik. Beispiele aus dem Produktspektrum sind Außen- und Innengehäuse sowie weitere Komponenten für Schalt schränke, Gestelle für den Anlagenbau, Auffanggestelle, Verteiler, die in der Fördertechnik zum Einsatz kommen, Konsolen und andere Bauteile. Vormals wurde bei nibbelpeter mit 2D CAD, unter anderem mit ME10 gearbeitet. Die wachsenden Anforderungen der Kunden führten dazu, zu 3D zu wechseln. "Viele Kunden hätten wir jetzt gar nicht, wenn wir nicht auf 3D gegangen wären", fasst Torsten Hinz zusammen. "Und, ganz klar, Blechabwicklung ist halt schneller und effektiver über 3D."

Problemstellung:

Preis und Lernkurve
Neben vergleichbaren Sys temen, wie ProE standen noch weitere Anbieter in der Vorauswahl zur Debatte. "Wir sind aber recht schnell auf die SolidWorks-Schiene gekommen, da das Preis-Leistungsverhältnis einfach stimmte", begründet Hinz die
Entscheidung. "Ein zweiter, sehr wichtiger Aspekt bei der Auswahl war die Lernkurve. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass SolidWorks das intuitivste System war. "Das zeigte sich auch in der Einführungsphase: Nach einer zweitägigen Schulung beim Händler SPI und anschließender eintägiger Einweisung vor Ort fühlte sich Torsten Hinz in der Lage, produktiv mit dem CAD System zu arbeiten: "Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einfach und intuitiv man mit SolidWorks arbeiten kann. Wie sich aus dem 3D-Modell sehr schnell und quasi automatisch eine Zeichnung ergibt, versetzt mich jedes Mal wieder in Erstaunen."



Torsten Hinz, der nach eigenen Worten "ursprünglich aus dem 2D Bereich"
kommt, ist absolut überzeugt: "Es geht einfach alles viel schneller! Die Zeitgewinne in der Arbeitsvorbereitung und Konstruktion sind auffällig. Während wir früher noch Prototypen gebaut haben, entfällt heute in den meisten Fällen dieser Zwischenschritt, denn das 3D Modell ist produktionsreif". Oft hat der Kunde nur eine ungefähre Vorstellung vom Endprodukt und Torsten Hinz kann loslegen. Entwürfe werden vorgelegt, modifiziert und
schließlich durch den Abnehmer freigegeben. Manchmal erhält der Blechspezialist Papierzeichnungen und manchmal bereits recht konkrete 3D Modelle. Die eingereichten Dateien sind in der Regel noch nicht fertigungsgerecht. So ist es unter anderem die Aufgabe des Harburger Konstrukteurs, diesen Daten den letzten Schliff zu geben, bevor sie über die AV in den Produktionsprozess gelangen.



Lösung:


Präzise Blechteile entstehen im Harburger Traditionsbetrieb. Bilder mit
frdl. Genehmigung der nibbelpeter OHG.


Blechbearbeitung: Komplett und gut
An den CAD-Arbeitsplätzen entstehen nach Kundenanforderungen die benötigten Konstruktionsunterlagen, die dann über die Arbeitsvorbereitung an die Blecbearbeitungszentren gegeben werden. Hier werden die Teile in verschiedenen spezifischen Prozessen weiter bearbeitet, abschließend gefügt und zu kompletten Baugruppen zusammengesetzt. Verarbeitungsschritte wie Schweißen, Walzen, Setzen von Gewindebolzen, mechanisches Entgraten usw. garantiert nippelpeter in seiner eigenen Fertigung ebenso wie verschiedene Oberflächenbehandlungsverfahren und andere Bearbeitungsprozesse, wie Drehen und Fräsen. Zum Teil werden solche Jobs auch an Partnerfirmen übergeben, die in unmittelbarer Nachbarschaft ansässig sind. Zur Verfügung stehen die erwähnten CNC gesteuerten Blechbearbeitungszentren, Stanz-Laser-Maschinen, Stanz-Nibbel-Maschinen, Abkant pressen sowie Einpress befestiger für bestimmte Verbindungsprozesse. "Es gibt keine eigenen Produkte im Sinne einer eigenen Entwicklung", erläutert Konstrukteur Torsten Hinz. "Die Produkte entstehen nach Absprachen mit unseren Kunden. Zum Teil bekomme ich nur verbal die
Idee geschildert, manchmal 2D-Skizzen und zum Teil 3D Modelle".


Rohrelement (oben) und zugehörige Abwicklung (unten).
Bilder mit freundlicher Genehmigung der nibbelpeter OHG



Zusatzapplikation für knifflige Fälle
Die Firma ist mit der Entscheidung für SolidWorks sehr zufrieden. Bei komplexeren
Abwicklungen liefert die Software allerdings nicht immer die benötigten Daten. Daher kommt bei nibbelpeter zusätzlich das Programm SPI SheetMetalWorks zum Einsatz, ein Goldpartner Produkt, das speziell für die Blechbearbeitung entwickelt wurde. "Es kommt schon vor, dass ich von Kunden Daten bekomme, die ich mit SolidWorks alleine nicht problemlos weiterbearbeiten kann. Die Importfunktionen von SheetMetalWorks helfen mir da enorm, da ich die STEP Daten der Kunden so wie sie sind einlesen und abwickeln kann", erläutert Torsten Hinz.Bei einem der ersten Projekte, die vollständig mit SolidWorks durchgeführt wurden, schien es zunächst, als ob nach den Vorgaben keine
Fertigung möglich wäre. Hier kam Blechprofi Hinz die rettende Idee: "Ich habe das Modell um entsprechende Biegekanten ergänzt. Das war mit SheetMetalWorks von SPI zu machen. Auf diese Wiese habe ich ein abwickelbares Teil konstruieren können. In solchen Situationen hat sich die Blechapplikation voll ausgezahlt."